Aktuell


Auf Veranstaltungen unterwegs in Emmendingen

Niemand hätte sich Anfang Februar vorstellen können, wie sich unser soziales und öffentliches Leben von heute auf morgen mit einer Virus-Pandemie ändern würde. Zur Zeit sind Treffen im Familien- und Freundeskreis sehr beschränkt oder gar nicht möglich, man kann weder Veranstaltungen anbieten noch besuchen, sich nicht im Café oder Restaurant verabreden, das gesamte öffentliche Leben liegt darnieder. Ich empfinde es sehr schade und von großem Nachteil, dass ich Ihnen als Ihre Oberbürgermeisterkandidatin nicht mehr bei öffentlichen Kultur-, Sport- oder anderen Anlässen begegnen kann und Sie mich nicht persönlich kennen lernen können. Zur Zeit haben wir alle zusammen aber andere Sorgen.Urbane Impressionen

Eröffnung der Ausstellung „Urbane Impressionen“ am 9. Februar im Fotomuseum Hirsmüller

An dieser Stelle möchte ich dennoch zurückblicken auf die vielen schönen Dinge, die wir in Emmendingen erleben können und hoffentlich alle bald wieder erleben dürfen. Einige Ereignisse greife ich heraus: Gerne nahm ich die Einladung der Emmendinger Fasnachts-Gesellschaft an und genoss den sehr unterhaltsamen Nachmittag mit ausgelassener und herzlicher Stimmung in der prächtig geschmückten Fritz-Boehle-Halle. Sehr bereichernd empfand ich den Festakt anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Deutschen Tagebucharchivs, ebenso die Ausstellung im Fotomuseum Hirsmüller, das Konzert des Kulturkreises in der Steinhalle, und auch die Bigband-Night am Goethe-Gymnasium und das Theaterprojekt „Summer 69“ der zwölften Klasse der Waldorfschule in der Festhalle des ZfP waren besondere Erlebnisse.
Es war schön, dies alles mit anderen zu teilen und ich danke allen, die diese Veranstaltungen organisiert und möglich gemacht haben. Ich finde, wir können stolz sein auf unser lebendiges und vielfältiges Emmendingen.

9. Fukushima-Gedenktag

 Mit Oskar Kreuz und Erhard Schulz am Mühlbach unterwegs zu den Wasserkraftanlagen

Die Wassermüller Erhard Schulz und Oskar Kreuz mit Susanne Wienecke
Die Wassermüller Erhard Schulz und Oskar Kreuz mit Susanne Wienecke

Zum neunten Fukushima-Gedenktag am 11. März hatten Oskar Kreuz und Erhard Schulz zu einem Spaziergang entlang des Mühlbaches mit Besichtigung der Bürger-Wasserkraftanlagen eingeladen. Zum Glück war es ein schöner Spätnachmittag, so dass wir Teilnehmenden die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts vorsorglich berücksichtigen konnten. Wie andere auch war ich gekommen, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir alle an der Energiewende mitarbeiten müssen. Wie dies gelingen kann, dafür finde ich ist die Nutzung der Wasserkraft in unserer Stadt ein gutes Beispiel. 
An Oskar’s Wasserrad an der Romaneistraße, das seit 1999 Strom produziert, ging die Tour los. Wir erfuhren, dass bereits im Mittelalter (um 1200) am Mühlbach die Kraft des Wassers genutzt wurde. Heute werden 11 Wasserkraftanlagen betrieben.

Dabei werden unterschiedliche Techniken angewendet, was mit dem Wasserlauf und seiner Höhenunterschiede zusammenhängt. Das Schneckenkraftwerk am Ahornweg kann bei einer Fallhöhe von nur 1,45 Meter Strom gewinnen. Das leistungsstarke Ramie-Wasserkraftwerk an der Ramiestraße nutzt eine Fallhöhe von 3 Metern aus. 

Erhard ist einer von 185 Mitinhabern dieses Vorzeigeprojekts, das zusammen mit den sechs Anlagen von Oksar und weiteren in Emmendingen über 700 Haushalte mit Strom versorgen kann.

Blick in den Maschinenraum des Ramie-Kraftwerks
Blick in den Maschinenraum des Kleinkraftwerks an der Ramiestraße. Schon 95 Jahre fließt hier Mühlbachstrom durch. | FOTO: BENEDIKT SOMMER

Ich bin immer wieder fasziniert von dem Pioniergeist derjenigen, die sich schon vor Jahrzehnten auf den Weg gemacht haben, um dezentrale erneuerbare Energiequellen zu erschließen. Ich habe mich daher sehr gefreut, dass mir Oskar und Erhard die Gelegenheit gaben eingangs am Treffpunkt zu den Anwesenden zu sprechen. Denn über mehrere Jahre habe ich als Vorstandsmitglied des Grünen Ortsverbands Gedenkveranstaltungen organisiert, damit wir alle ein Zeichen gegen Atomkraft und für die Energiewende hin zu den Erneuerbaren setzen konnten. Um an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zu erinnern, kamen wir immer wieder am 26. April an einem von Oskars Wasserkleinkraftwerken zu Anti-Atom-Demonstrationen zusammen. Damals konnten wir uns nicht vorstellen, dass wir mit dem 11. März 2011 ein weiteres schweres Versagen eines Atomreaktors mit furchtbaren Folgen für die Menschen in Fukushima würden beklagen müssen. Für mich war es schon lange und ist es als Stadträtin und Mitglied des Technischen Ausschusses besonders wichtig, Lösungen für mehr Energieeinsparmaßnahmen und eine deutlich stärkere Nutzung von erneuerbaren Energiequellen in unserer Stadt voranzubringen. Beschlüsse des Stadtrates wie die Maßnahmen zur Umsetzung der klimaneutralen Kommune werden zögerlich oder gar nicht umgesetzt. Der Bericht zum Energieverbrauch städtischer Gebäude wurde das letzte Mal vor zehn Jahren dem Stadtrat vorgelegt. Dieser war jährlich zugesagt worden. Der Stadtrat ist sich einig, dass kluge Energiekonzepte für Quartiere in Bebauungsplänen festgeschrieben werden sollten. In den letzten Jahren hat die Stadtverwaltung dies nicht getan. Unser Vorschlag, für mehr Solaranlagen auf den oft großen Dachflächen von Gebäuden und Hallen in Gewerbegebieten zu sorgen, wartet darauf umgesetzt zu werden. Ich verspreche Ihnen, dass ich an der Energiewende dranbleiben werde, zu der alle Maßnahmen zählen, die dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken.
Zuversichtlich machen mich die Begegnungen mit den Emmendingerinnen und Emmendingern, die sich altersübergreifend am diesjährigen Fukushima-Gedenktag getroffen haben. Diese Gemeinsamkeit stärkt und macht uns allen Mut für eine nachhaltige Zukunft einzustehen.

Kleiderflohmarkt der LandFrauen in Mundingen

Kleiderflohmarkt der LandFrauen
Diese intensive Beratung gibt es nur auf dem Kleiderflohmarkt

Im Zeichen der Nachhaltigkeit stand der Kleider-Flohmarkt für Erwachsene am 7. März. Die   LandFrauen Mundingen luden dafür erstmals in die Neumattenhalle ein. Ich finde solche Ideen sehr zukunftstauglich, denn je länger gut erhaltene Kleidung getragen wird, desto weniger Ressourcen für die Herstellung und den Transport wird verbraucht. Ich tausche ab und zu Kleidung mit meinen beiden Schwestern. Aber die wohnen von Emmendingen weit entfernt, so kommt es nur selten dazu. 
Mit meinen Freundinnen hatte ich mich verabredet, um mich auf dem Kleider-Flohmarkt umzuschauen. Viele Stände waren aufgebaut und es erwartete uns ein vielfältiges Angebot vom Rock bis zu ausgefallenen Accessoires. Jede von uns fand etwas und  holte den Rat der anderen ein. Wir haben uns amüsiert, mit den StandbetreiberInnen gut unterhalten und jede hat etwas gefunden, um ihre Garderobe zu ergänzen. Das Team der LandFrauen hielt Kaffee, selbstgebackenen Kuchen und auch Herzhaftes bereit. Es gab zudem Bauernhofeis aus Freiamt. Wir bleiben noch ein Weilchen und ließen es uns im Café der LandFrauen gut gehen, bevor wir aufbrachen. Danke für diese schöne Veranstaltung.

 

Auf dem Wochenmarkt im Bürkle-Bleiche

Nicht nur Einkaufen, sondern auch Leute treffen

 

Am Blumenstand im Bürkle-Bleiche
Am Blumenstand im Bürkle-Bleiche

Seit meine Familie und ich im Bürkle-Bleiche wohnen, gehen wir regelmäßig am Samstagvormittag auf den Wochenmarkt. Wenn ich unter der Woche vormittags Zeit habe, radle ich zum Wochenmarkt in die Innenstadt. Im Bürkle-Bleiche stehen die Stände in der Lessingstraße. Die Anbieter aus der Region, darunter eine Bäckerei und ein Schlachter, sind für mich auf kurzem Weg zu Fuß gut erreichbar. Dort bekomme ich Gemüse, Obst und frische Kräuter, aber auch Imker-Honig und Blumen. Wenn der Zufall es will treffe ich Freunde und Bekannte. Viele Stadtteilbewohner bringen etwas Zeit mit, wenn sie auf dem Markt ihre Einkäufe erledigen. Es ist schön, sich ein wenig zu unterhalten und Neuigkeiten auszutauschen. Der Anblick des Blumenstandes mit seiner bunten Vielfalt an Sträußen gefällt mir besonders. Bei den bereits frühlingshaften Temperaturen kommt man leicht ins Gespräch, über diese netten Begegnungen freue ich mich sehr. 

Grüner politischer Aschermittwoch in Emmendingen

Cem Özdemir prangert den zunehmenden Rassismus an

 

Wieder einmal ein toller Politischer Aschermittwoch in Emmendingen. Der Grünen Kreisverband hatte Jamila* und Cem** dazu eingeladen. Es spielte die stadtbekannte Band ACAcoustic. Die Bewirtung in der voll besetzten Steinhalle war toll organisiert. Unter den  ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern waren viele von der neuen Grünen Jugend mit dabei. Mit einigen von ihnen hatte ich mich, bevor es los ging, getroffen. Ich war neugierig von ihnen zu erfahren, wie sie sich die Stadt der Zukunft vorstellen. Jamila kam nach ihrer Ankunft zu uns dazu. Sie erzählte mir, dass sie immer noch der Grünen Jugend angehöre. Respekt, unsere stellvertretende Bundesvorsitzende hat die Altersgrenze noch nicht erreicht. Mit ihrer Rede hat Jamila mich kurz darauf schwer beeindruckt.

Cem hatte gehört, dass ich in Emmendingen als Oberbürgermeisterin kandidiere und hat sich Zeit für ein kurzes Treffen mit Fotoshooting genommen. Ich war von seiner Person und seiner Zugewandtheit umgehend eingenommen. Mit seiner Rede wurde für mich einmal mehr deutlich: Cem lebt unsere demokratischen Grundwerte jeden Tag. Unmissverständlich nimmt er in seiner Rede eine eindeutige Haltung gegen jede Art von Rassismus ein. Aber er nimmt auch locker und humorvoll die Bundespolitik aufs Korn. Es war ein unterhaltsamer Aschermittwoch-Abend. Ich hatte viel Spaß und mich gefreut, Freundinnen und Freunde dort wieder einmal zu treffen.

* Jamila Schäfer ist stellvertretende Bundesvorsitzende und europäischen und internationalen   Koordinatorin der Partei Bündnis 90/Die Grünen

** Cem Özdemir Bundestagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen und ehemaliger Parteivorsitzender 

Mitternächtliche Postzustellung

Unterstützerkreis für die OB-Wahl von Susanne Wienecke vor dem Rathaus
Unterstützerkreis für die OB-Wahl von Susanne Wienecke vor dem Rathaus

Der Unterstützerkreis für die OB-Wahl von Susanne Wienecke ließ es sich nicht nehmen, sie bei der persönlichen Zustellung ihrer Bewerbungsunterlagen  zu begleiten. Leider waren die Lichtverhältnisse für gute Bilder nicht besonders entgegenkommend. Die Bewerbung konnte natürlich dennoch pünktlich eingeworfen werden. 
Jetzt hoffen alle Wahlhelferinnen und Wahlhelfer auf so viele Stimmen wie nur möglich für ihre Kandidatin.

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